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Pokerhände: Rangfolge und Kicker einfach erklärt

Pokerhände vom Royal Flush bis zur High Card: Lerne die Rangfolge und verstehe an drei Beispielen, wie Kicker und geteilte Pots funktionieren.

Von PokerSignup editorial · Aktualisiert 2026-10-04

In diesem Ratgeber
  1. Es zählen immer genau fünf Karten
  2. Pokerhände von der stärksten zur schwächsten
  3. Beispiel 1: keine „drei Paare“
  4. Beispiel 2: gleicher Drilling, anderer Kicker
  5. Beispiel 3: das Board spielt
  6. Prüfe einen Showdown in dieser Reihenfolge

Es zählen immer genau fünf Karten

Beim Texas Hold’em zählt immer die beste Kombination aus fünf Karten. Dafür darfst du beide, eine oder keine deiner beiden Handkarten verwenden. Ein Flush schlägt eine Straße; ein Full House schlägt einen Flush. Haben mehrere Spieler die stärkste Hand mit denselben fünf Kartenwerten, teilen sie sich den Pot.

Pokerhände von der stärksten zur schwächsten

  • Royal Flush: A–K–Q–J–10 in derselben Kartenfarbe — der höchste Straight Flush.
  • Straight Flush: fünf aufeinanderfolgende Karten derselben Kartenfarbe.
  • Vierling: vier Karten desselben Rangs und eine weitere Karte.
  • Full House: ein Drilling und ein Paar.
  • Flush: fünf Karten derselben Kartenfarbe, die keine Straße bilden.
  • Straße: fünf aufeinanderfolgende Karten, die keinen Straight Flush bilden.
  • Drilling: drei Karten desselben Rangs und zwei weitere Karten unterschiedlicher Ränge.
  • Zwei Paare: zwei verschiedene Paare und eine weitere Karte.
  • Ein Paar: zwei Karten desselben Rangs und drei weitere Karten unterschiedlicher Ränge.
  • High Card: keine der Kombinationen oben; zuerst zählt die höchste Karte, bei Gleichstand werden die weiteren Karten verglichen.

J steht für Bube, Q für Dame, K für König und A für Ass. Das Ass kann in A–2–3–4–5 niedrig oder in 10–J–Q–K–A hoch sein. Eine Folge über das Ass hinweg, etwa Q–K–A–2–3, ist keine Straße. Mit Kartenfarbe ist Kreuz, Karo, Herz oder Pik gemeint, nicht Rot oder Schwarz. Die Kartenfarben sind untereinander gleichwertig: Herz schlägt nicht Kreuz.

Beispiel 1: keine „drei Paare“

Du hältst A♠ 9♠. Auf dem Tisch liegen A♦ 9♣ 4♥ 4♣ 2♠. Aus sieben Karten ergeben sich zwar drei Paare, aber eine Fünfkartenhand enthält höchstens zwei davon. Deine Hand ist A-A-9-9-4. Die zweite Vier wäre eine sechste Karte und zählt nicht.

Beispiel 2: gleicher Drilling, anderer Kicker

Du hast A♠ K♠, dein Gegner K♥ Q♥. Das Board lautet K♦ 7♣ 2♥ 4♠ K♣. Ihr habt beide drei Könige. K-K-K-A-7 schlägt K-K-K-Q-7, weil das Ass höher als die Dame ist. Das Ass ist hier der entscheidende Kicker. Es geht immer um die tatsächlich verwendeten fünf Karten; eine sechste entscheidet nie.

Beispiel 3: das Board spielt

Du hast 2♣ 2♦, dein Gegner A♣ K♦. Das Board zeigt 10♠ J♠ Q♥ K♣ A♦. Beide nutzen dieselbe höchste Straße A-K-Q-J-10 vom Tisch. Dein Paar Zweien wird nicht verwendet, und der Pot wird geteilt.

Prüfe einen Showdown in dieser Reihenfolge

Bestimme zuerst den Handtyp, dann die fünf Karten nach ihrer Bedeutung. Bei zwei Paaren vergleichst du das höhere Paar, das niedrigere Paar und erst dann den Kicker. Sind alle fünf maßgeblichen Werte gleich und ist dies die stärkste Hand am Tisch, wird der Pot geteilt. Übe die Entscheidung anschließend mit verschiedenen Karten, statt nur die Liste auswendig zu lernen.